Jesuitenweg

Auf den Spuren der Jesuiten - 22 km (bzw. 14 km)

Foto: © Wittelsbacher Land Verein

Jesuitenweg – 22 bzw. 14 km

Besonderheit: Auf den Spuren der Jesuiten

Wegbeschreibung:
„Die Welt ist unser Haus“ beschrieben die Jesuiten ihr weltweites Wirken. Ignatius von Loyola gründete den Orden der „Gesellschaft Jesu“ im Jahr 1534. Zum „Haus“ der Jesuiten gehörte auch das Wittelsbacher Land. Von Augsburg her, wo 1582 in der Jesuitengasse das berühmte Jesuitenkolleg St. Salvator entstand, suchten sie in Friedberg und Umgebung wirtschaftliche Grundlage, indem sie Grund und Boden kauften. Sie waren weltweit als Prediger, Lehrer, Erzieher, Wissenschaftler und Missionare tätig. Von der Augsburger Jesuitengasse führt der Weg über die Jakobervorstadt nach Friedberg mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Über den Paardurchbruch bei Ottmaring geht es auf der identischen Strecke der Paartal-Radtour zum sich im Privatbesitz befindlichen Gut Mergenthau, das den Jesuiten als Sommerresidenz diente und heute u. a. die Hiasl-Erlebniswelt beherbergt. In Kissing zeugt beispielsweise die sog. Burgstallkapelle vom Wirken der Jesuiten. Rückfahrmöglichkeit mit dem Zug ab Kissing Bahnhof.

Info-/Serviceteil
Startpunkt: Streckentour, Start in Augsburg, Jesuitengasse oder Friedberg, Bahnhof
Wegequalität: ca. 70 % asphaltiert
Höhenunterschied: 466 m bis 516 m über NN
Dauer: 1:40 h

Jesuitenweg - Nur Höhenprofil.jpg

REGIO-Informationen:

Route:
Schrobenhausen - Inchenhofen - Haunswies - Derching - Stätzling - Friedberg - Augsburg

Länge:
25 km mit Startpunkt Augsburg-Jesuitengasse, 14 km mit Startpunkt Bahnhof Friedberg

Sehenswert:
Augsburg: Jesuitengasse und der Dom-Platz sind mit Stelen ausgestattete Stationen am Jesuitenweg. Über die vielen Sehenswürdigkeiten der Fuggerstadt informiert die Tourist-Info am Rathausplatz.

Friedberg: In Friedberg gründeten die Jesuiten 1587 eine Niederlassung. Hier gab es ein eigenes Jesuitenviertel. In der Jesuitengasse ist noch die ehemalige Jesuitenkirche und das Armenhaus der Jesuiten, heute ein Spital, zu sehen. Die altbayerische Herzogsstadt ist einen ausführlichen Besuch wert.

Ottmaring: Der Halt an der Info-Stele liegt am Paar-Durchbruch, einer einmaligen geologischen Besonderheit, wo Untere und Obere Paar zueinander fanden. Hier findet man noch ursprüngliches  Altwassergebiet und einen Silberweidenurwald.

Gut Mergenthau: Die Jesuiten erwarben das Hofgut ebenso  wie die Hofmark Kissing 1602. Es diente ihnen als Sommerresidenz. Hier war der berühmte ‚Bayerische Hiasl‘, Matthias Klostermayr aus Kissing, Jagdgehilfe der Jesuiten. Gut Mergenthau ist heute Veranstaltungsort für verschiedene Events, vom berühmten Weihnachtsmarkt bis zur Gartenausstellung.

Kissing: Die ab 1681 erbaute ‚Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes‘, die sogenannte Burgstallkapelle, zeugt vom Wirken der Jesuiten, ebenso das Kissinger Schloss, das 1713 durch Johann Georg Mozart neu erbaut wurde und danach Sitz des Jesuitenkollegs war. (www.wittelsbacherland.de)

Insgesamt sieben Infostelen weisen den Weg und informieren über das Wirken des Ordens, seine Philosophie und bekannte Jesuiten-Persönlichkeiten.