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Regionalkonferenz Wittelsbacher Land

26.09.2017 17:10 von Ramona Riederer

Am 25. September führte der Wittelsbacher Land Verein die erste Regionalkonferenz der aktuellen Förderperiode durch. In kurzen Fachvorträgen und anhand eines "Markts der Möglichkeiten" wurden hierbei neue Projekte vorgestellt. Dabei standen nicht nur LEADER-Projekte im Fokus.

Das Wittelsbacher Land zu Gast in Eurasburg: Einen Abend lang wurden im Stadl des Landhausbräus Koller in Hergertswiesen vor rund 60 Gästen, darunter Bürgermeister, Kreisräte, Fachleute und Bürgerinnen und Bürger, die neuen Projekte der aktuellen Förderperiode präsentiert: Anhand von Fachvorträgen, in denen Projektträger oder Projektumsetzer erlebnisorientiert über das Projekt und aktuelle Umsetzungsphasen berichteten sowie begleitend im Rahmen eines "Markts der Möglichkeiten" der weitere verschiedene Projektsteckbriefe, aktuelles Informationsmaterial, Fotos und die ausführlichen Projektbeschreibungen bereit hielt.

Fünf Referenten berichteten aus den unterschiedlichsten Themenbereichen, die sich entlang der Lokalen Entwicklungsstrategie und deren "Entwicklungsziele" bewegen. Die Gemeinde Ried beispielsweise, die aktuell viele der Ortsmitten der Ortsteile neu gestaltet, zeigte ein Projekt aus der ELER-Dorferenerung auf: Die Neugestaltung der Ortsmitte in Hörmannsberg mit der barrierefreien Gestaltung der Kirchenzugänge sowie ein verbesserter Zugang zum Friedhof. Herr Bürgermeister Gerstlacher zeigte die Planungen im Projekt und berichtete über den intensiven Bürgereinbezug, über Workshops und Arbeitskreise, die initiiert wurden. Vor allem das Thema Barrierefreiheit und das Schaffen eines Begegnungsorts stehen hier im Vordergrund.

Der zweite Vortrag ließ die Zuhörerinnen und Zuhörer in einen ganz anderen Bereich Einblick nehmen: In die museale Gestaltung einer Dauerausstellung. Das Museum im Wittelsbacher Schloss, welches sich aktuell im Umbau befindet, soll mithilfe von LEADER mit einer neuen Dauerausstellung bestückt werden. Die Museumsleiterin, Frau Dr. Arnold-Becker, stellte die verschiedenen geplanten Themenbereiche vor, die vor allem durch Mitmach-Stationen und einem schülerorientierten museumspädagogischen Ansatz geprägt sind.

In einem weiteren Vortrag ging es in die Welt der regionalen Produkte. Herr Hans-Thomas Bosch von BELLEFLEUR berichtete vom aktuellen Stand der Streuobsterfassung im Wittelsbacher Land, welches im Rahmen eines nordschwäbischen LEADER-Kooperationsprojekts umgesetzt wird. Er zeigte auf, wie ein Pomologe genau arbeitet, welche Erlebnisse er in der Region bereits sammeln konnte und wie die Ergebnisse dargestellt werden.

Vom Streuobst ging es weiter zur Erweiterung des Lehrbienenstands in Aichach, ebenfalls ein LEADER-Projekt. Herr Zach, Vorstandsvorsitzender des Imkervereins Aichach, berichtete über den Hintergrund des Projekts, die Wichtigkeit der imkerlichen Ausbildung und über den Mehrwert der Erweiterung, die nun eine witterungsunabhängige Ausbildung von Neuimkern zulässt. Neben dem Bau des überdachten Imkerstands soll auch eine Außenanlage mit Lehrbienenpfad usw. gestaltet werden.

Abschließend wurde auch das Thema "Klimaschutz" neben den Themenbereichen Dorfentwicklung, Kultur, regionale Produkte und regionale Wirtschaft, durch ein Projekt intensiver behandelt. Frau Martin-Stadler von der Fachstelle für Klimaschutz im Landratsamt sowie Herr Widmann, Energieberater, stellten im Duo das LEADER-Projekt "Energieeffizienz am Gebäudebestand" vor. Hier geht es darum, Bürgerinnen und Bürgern anhand von Thermographie-Spaziergängen und Energie-Stammtischen über Möglichkeiten der Energieeffizienz am eigenen Wohnhaus zu informieren. 

Weitere Informationen erhalten Sie in der Bilddokumentation.


 

Hintergrund

Der Wittelsbacher Land Verein organisiert in verschiedenen Abständen solche Regionalkonferenzen, um alle Interessierten über die aktuelle LEADER-Förderperiode zu informieren. Dabei steht auch stets die Lokale Entwicklungsstrategie im Fokus: Wie passen die Projekte in die LES? Welchen Zielen und Themen entsprechen diese? Wie helfen die Projekte, die Ziele in der LES zu erreichen? Dabei zeigt sich, dass natürlich nicht nur LEADER-Projekte zur Umsetzung der LES herangezogen werden können, sondern auch andere neue Projekte aus der Region. Da ist zum einen das Förderprogramm der Dorferneuerung, oder die Städtebauförderung - oder auch Maßnahmen, die ohne Förderung umgesetzt werden. Im Rahmen der Regionalkonferenz werden daher nicht nur LEADER-Projekte dargestellt, sondern über alle Maßnahmen und Initiativen informiert, die zur Erreichung der Ziele in der LES verhelfen.

 

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