Markt Inchenhofen

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1. Bürgermeister Karl Metzger
Zisterzienserplatz 2
86570 Inchenhofen

Tel. 08257/9997-0
Fax 08257/9997-20
E-Mail info@inchenhofen.de
Internet www.inchenhofen.de


Inchenhofen liegt auf dem Landrücken zwischen Donaumoos und Paartal. Der Markt zählt heute knapp 2.400 Einwohner und eine Fläche von 27,59 km². Diese umfaßt die Ortsteile Ainertshofen, Arnhofen, Ingstetten, Oberbachern, Unterbachern, Sainbach, Taxberg, Ried, Reifersdorf und Schönau. In Inchenhofen stehen eine Volksschule mit Grund- und Teilhauptschule, ärztliche Versorgung und Geschäfte zur Erledigung des täglichen Bedarfs zur Verfügung. Über 30 Vereine beleben das Freizeitleben. Besonderer Höhepunkt ist der alljährliche Leonhardiritt am 1. Sonntag im November. Mit ca. 200 Pferden, Musikkapellen, Trachtengruppen und einem Dutzend Festwagen wird die Geschichte des Hl. Leonhard in „lebenden Bildern" dargestellt.


Die Geschichte Inchenhofens

Inchenhofen ist erstmals im 11. Jahrhundert in den Formen Imichinhouen und Imechenhouen erwähnt. Die Namen entwickelten sich dann über verschiedene Änderungen bis 1438 zu Inchenhofen. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts kam durch die Wallfahrt zum heiligen Leonhard der Name „Sankt Leonhart“ (1413) auf, der für den Ort vorherrschend wurde. Um 1250 bestand Inchenhofen aus fünf Gütern, einem Pfarrwiddum und einer kleinen Leonhardskapelle. Das Jahr 1266 markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Weilers. Ein Wunder hatte zuvor den abgelegenen Ort in den Mittelpunkt des Volksinteresses gerückt und damit eine lebendige Wallfahrt zum hl. Leonhard entfacht. Die Erhebung der St. Leonhardwallfahrt mit einer ungeheuren Suggestionskraft auf die Gläubigen fiel mit den Plänen Herzog Ludwigs II. zusammen, ein Zisterzienserkloster zu stiften. Die Zisterzienser konzentrierten sich auf die Wallfahrtsbetreuung und Gerichtsherrschaft. Systematisch errichteten sie ihre Dorfobrigkeit und erwarben durch Kaiser Ludwig IV., der Bayer, das Dorfgericht, die Marktabhaltungsrechte, Gewerbekompetenzen und den Bannschilling. Die Wallfahrt veränderte die rein agrarische Struktur zugunsten kleinbäuerlicher Anwesen und förderte Gewerbe, Handwerk und Kleinhandel. Das finanzielle Interesse der Herzöge Stephan III. von Ingolstadt und Ernst von München führte schließlich zu den Marktrechtsverleihungen 1400 und 1406. Es gab eine bürgerliche Autonomie und Selbstverwaltung, das Recht, ein Siegel zu führen, die Steuerhoheit, die Gewerbeaufsicht und die Ratsverfassung mit Bürgermeister und Rat. Der Markt Inchenhofen ist geprägt von der 1332 erbauten Wallfahrtskirche. Wegen des großen Pilgerzustromes wurde die Kirche in den Jahren 1450 - 1457 durch eine größere spätgotische Kirche ersetzt. Diese erfuhr im Laufe der Zeit mehrere Umgestaltungen. Ihre heutige Innenausstattung erhielt die Kirche vor allem in der Rokokozeit. Die großen Deckenfresken schuf im Jahre 1757 der Inchenhofener Maler Ignaz Baldauf.

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