FeuerHaus Aichach

Modernste Technik erschaffte mittelalterliche Welten

Fotos: © Haus der Bayerischen Geschichte | Foto: Herbert Rath

Im FeuerHaus in Aichach entstanden dank multimedialer Inszenierung mittelalterliche Stadtwelten. Das größte Ausstellungsstück war jedoch die Stadt selbst. Bereits die Fassade des einstigen Feuerwehrhauses erinnerte an eine mittelalterliche Stadt: Es finden sich Stadtmauer und –Tor, Fachwerkhäuser und Kirchtürme.

In der Ausstellung erzählte zunächst ein Film von der Zerstörung der Pfalzgrafenburg in Oberwittelsbach und dem Aufstieg der herzoglichen Linie der Wittelsbacher bis hin zur Gründung Aichachs.

‚Stadt ist Leben‘ – so lautete die zweite Ausstellungssequenz, die ins pralle Alltagsleben des späten Mittelalters führt. Die Stadt ist zum zentralen Ort des Austauschs geworden, hier herrscht Bewegung, Vielfalt, Buntheit.

Ein virtuelles Erlebnis der besonderen Art bietete die nächste Sequenz: Dank modernster Technik konnten sich die Besucherinnen und Besucher einen Rundflug durch die Residenzstadt München am Ende des 16. Jahrhunderts begeben.

Selbst die „ewige Stadt“ ist stetigem Wandel unterworfen: Unter dem Leitbegriff „Transformation“ beschäftigte sich der nächste Ausstellungsabschnitt in einer Art Architekturwerkstatt mit Veränderungsprozessen in Städten. Dafür wurden Bespiele aus bayerischen Städten herangezogen. Manches mochte zur Diskussion anregen – wie umgehen mit aktuellen Herausforderungen wie Städtewachstum, demographischen Veränderungen oder Mobilität im 21. Jahrhundert?

Ein Stadtmodell, das Aichach im Jahr 1914 zeigte, rundete die Ausstellung ab.

Danach konnte man Aichach selbst entdecken – die Gegenwart einer mittelgroßen bayerischen Stadt mit großer Geschichte! Spezielle Stadtführungen verknüpften die Ausstellungsthemen mit den zentralen Orten der Stadtgeschichte.