Der Altbaierische Oxenweg

Routen in der Region

Route 1 des Wittelsbacher Landes

Die Route 1 ist gut sichtbar gekennzeichnet mit dem Signet des Oxenweges, auch findet man "Meilensteine" entlang des Weges. Ebenfalls laden 10 Infotafeln dazu ein, sich mehr über den Oxenweg zu informieren. Beginn der fast 20 Kilometer langen Strecke ist aus historischen Gründen in Augsburg. Starten kann man im Wittelsbacher Land in der Stadt Friedberg, die Route führt danach weiter bis ins Dachauer Land.

Friedberg

Von Augsburg aus kommend, südlich von Friedberg gelegen, findet man die erste Infotafel in der Nähe der Wallfahrtskirche St. Afra im Felde. Man vermutet hier den Marterort der hl. Afra, Stadtpatronin der Stadt Augsburg. Mit fast 30.000 Einwohnern ist Friedberg, im Jahre 1251 gegründet, die größte Stadt im Landkreis. Die besondere Atmosphäre macht die Altstadt, die geprägt ist vom historischen Rathaus, der Marienkirche und vielen kleinen Gässchen, für den Besucher so attraktiv. Doch auch das Wittelsbacher Schloss, in dem heute ein Museum beheimatet ist, fasziniert. In der Innenstadt am Bahnhof gelegen findet man die zweite Infotafel dieser Route des Oxenwegs. Folgt man nun dem Weg weiter Richtung Nord-Osten, gelangt man zur bekannten Wallfahrtskirche Herrgottsruh. Im Innen der Kirche lassen sich zahlreiche kunstvoll gestaltete Motivtafeln bestaunen, die auch einen Bezug zum Oxenweg vermuten lassen. Eine dritte Infotafel gibt vor der Kirche weitere Informationen.

Harthausen

Die Route führt weiter Richtung Harthausen/Friedberg, auf dem Weg passiert man eine weitere Infotafel. Die Geschichte dieses, direkt am Oxenweg gelegenen Dorfes, lässt sich ebenfalls bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Grund hierfür ist der gleichnamige Adel des Ortes. Die nächsten Jahrhunderte gehörte Harthausen verschiedenen Klöstern und Hofmarken an.
Besondere Aufmerksamkeit sollte man der Kirche St. Ursula zu Teil werden lassen. Bemerkenswert sind hier die Geschichte des Bauwerks und die Figuren im Inneren. Markant ist auch der steinerne Ox von Harthausen in der Nähe des Feuerwehrhauses, der den Bezug zum Oxenweg des kleinen Dorfes verkörpert.An dieser Stelle erhält man über Tafel Nr. 5 weitere Informationen. In Harthausen hat man die alternative Möglichkeit, die zweite Route des Oxenwegs Richtung Schrobenhausener Land zu erkunden.

Heimat

Seit dem Jahr 1814 lässt sich eine erste Besiedlung nachweisen, zuvor war Heimat lediglich der Name für das dort befindliche Waldgebiet. Heute teilt sich die direkt am Oxenweg liegende Ortschaft in Vorder- und Hinterheimat.

Malzhausen

Der Oxenweg führt die Besucher auch durch Malzhausen. Hier begegnet der Weg dem Deutschherrenweg, welcher einer von vielen attraktiven Themenwegen durch das Wittelsbacher Land ist. Der Deutschherrenweg ist als Rundweg um Malzhausen angelegt, womit einem auch die Möglichkeit gegeben wird, Altenativrouten zu nutzen. Die landschaftliche Schönheit mit weiten Feldern und dichten Wäldern beeindruckt. Über diese gibt eine Infotafel direkt im Ortskern einen Überblick.

Tattenhausen

Die Route führt weiter von Malzhausen über Zieglbach Richtung Tattenhausen. In Malzhausen entstanden im Laufe der Zeit auch Geschichten und Sagen rund um die Ochsentrift, worüber Tafel Nr. 7 informiert. Die Existenz Tattenhausens lässt sich bis in das 12. Jahrhundert durch die Eintragung von drei "Huben in Taetenhusen" zurückverfolgen. Als "Huben" wurden zu dieser Zeit Bauernhöfe bezeichnet. Historiker gehen jedoch heute davon aus, dass Tattenhausen bereits vor 1.000 Jahren gegründet wurde.

Adelzhausen

Die älteste Gemeinde im Wittelsbacher Land, mit dem ursprünglichen Namen "Adalhelmeshusir" wurde urkundlich im Jahre 782 zum ersten Mal erwähnt. In einem kleinen Wald, im Süden von Burgadelzhausen gelegen, können heute noch Überreste von Wehranlagen aus dem 10. Jahrhundert begutachtet werden. Diese zeugen von den damaligen unsicheren Lebensbedingungen. Ferner hat Adelzhausen noch ein besonderes Kleinod zu bieten: die Wallfahrtskriche St. Salvator, die, auf einem Hügel gelegen, von weithin sichtbar ist. Zu Adelzhausen gehört der Ortsteil Heretshausen. Abseits von der befahrenen Hauptstraße führt, von Tattenhausen aus kommend, ein kleinerer Weg von dessen Anhöhe man einen besonderen Ausblick auf Heretshausen und Irschenhofen genießen kann. Tafel Nr. 8 verdeutlicht dies mit weiteren fachkundigen Informationen.

Irschenhofen

An Irschenhofen vorbei führt der Oxenweg weiter Richtung Dachauer Land. Ein in Irschenhofen gefundenes, exklusives Schriftstück bestätigt, dass der Altbaierische Oxenweg tatsächlich der heute bekannten Route gefolgt ist. Im örtlichen Archiv gibt es eine historische Entschädigungsforderung, die ein Bauer gestellt hat, nachdem seine Zäune durch einen Ochsentrieb zerstört wurden.

Tödtenried

Die letzte Station der ersten Route im Wittelsbacher Land ist Tödtenried (Sielenbach). Im 11. Jahrhundert war das heutige Siedlungsgebiet vollständig bewaldet. Da jedoch von germanischen und keltischen Stämmen neue Siedlungsflächen benötigt wurden, begannen die Rodungsarbeiten. Darauf lässt sich auch der zweite Teil des Ortsnamens "ried"zurückführen. Es bedeutet, dass die Siedlung auf gerodeter Fläche entstanden ist. "Tödten" beruht auf dem vermuteten Gründer Toto. Die erste urkundliche Erwähnung Tödtenrieds stammt aus dem Jahr 1193. Im ehemaligen Ortskern gegenüber des Maibaumes findet man eine weitere Informationstafel.

Schloßberg

Bereits im Dachauer Land angekommen, gibt Tafel Nr. 10 im kleinen Schloßberg Informationen zur touristischen Inwertsetzung des Oxenwegs im Wittelsbacher Land. Danach führt der Oxenweg im Dachauer Land Richtung Altomünster weiter.

 

Route 2 des Wittelsbacher Landes

Route 2 des Altbaierischen Oxenwegs durch das Wittelsbacher Land ist seit 2015 und 2016 beschildert. Ab Harthausen führt der Oxenweg auf ca. 20 km Richtung Schrobenhausener Land. Route 2 orientiert sich ab Harthausen am Paartalradweg und folgt diesem bis nach Unterbernbach bei Kühbach. Ab Aichach ist der Oxenweg entlang des nicht immer mit dem Paartalradweg identischen Paartalwanderwegs erlebbar. Der Wanderweg entlang der Paar ist mit einem Storchen-Signet auf grünem Grund versehen.

Harthausen

Am Ortsausgang, hinter den Bahnhofsgleisen, führt die Strecke ab Harthausen über Richtung Schrobenhausener Land. Eine zusätzliche Informationstafel gibt einen Überblick zur Routengabelung, auch säumt ein Meilenstein die Gabelung.

Dasing

Die Gemeinde Dasing hat allerei zu bieten. Eines der Sehenswürdigkeiten stellt der Bauernmarkt dar. Das ehemals über LEADER geförderte Projekt ist eines der größten Selbstvermarktungsprojekte in Bayern. Regionale Landwirte und Produzenten beliefern den Markt mit ihren frischen Produkten. Direkt an der Autobahn gelegen ist er bereits von der ferne gut sichtbar. Ein Besuch in der eigenen Gastronomie oder eine Erfrischung im Biergarten bieten sich an.

Obergriesbach

Bei Obergriesbach findet sich das sogenannte "Herz des Wittelsbacher Landes", der Mittelpunkt des Landkreises. Ein Gedenkstein, kurz nach Beginn der Wanderung in der Nähe des Sportplatzes, markiert die Stelle. Ein Abstecher in die Gemeinde lohnt sich also und lässt sich mit dem Oxenweg verbinden. Die Entstehung Obergriesbachs wird auf die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert. Die Geschichte wurde geprägt von den Weichsern, dem Adelsgeschlecht von Thurn und Taxis sowie zuletzt von den Freiherren von Gravenreuth.

Aichach

Im Rahmen der Gebietsreform 1972 wurden die ehemaligen Landkreise Aichach und Friedberg zusammengelegt und die altbayerische Stadt Aichach wurde neuer gemeinsamer Kreissitz. Bekannt ist Aichach auch durch seinen Ortsteil Oberwittelsbach. Das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher, damals noch die Herren von Scheyern, ließen sich hier nieder und gaben sich ihren Namen. Heute verweist die Burgkirche auf den ehemaligen Standort der Herrscherburg. Auch das Sisi-Schloss, welches die spätere Kaiserin von Österreich in ihrer Jugend besuchte, ist heute erhalten und wird für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Die Wittelsbacher hinterließen viele Spuren im heutigen Landkreis und dienten so auch als Grundlage für das "Wittelsbacher Land", wie der Landkreis Aichach-Friedberg auch genannt wird.

Walchshofen und Großhausen

Weiter entlang des Paartalrad- und des Paartalwanderweges lässt sich die Paar in all ihren Facetten erleben. Vorbei an dem Aichacher Ortsteil Walchshofen führt der Oxenweg weiter nach Großhausen, einem Ortsteil von Kühbach. Die Paar ist Bayerisch-Schwabens größte Talaue. Sie bietet zahlreiche Erholungsmöglichkeiten und beherbergt blütenreihe Wiesen und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Neben der Paar sind noch die Ecknach und die Friedberger Ach als größere Fließgewässer im Wittelsbacher Land zu nennen. Der Lech grenzt im Landkreis-Norden an die Region an. In Unterbernbach gelangt man an die Landkreisgrenze. Der Oxenweg im Schrobenhausener Land lädt ein, entlang des Paartalwanderweges, die benachbarte Kultur- und Naturlandschaft zu erkunden.

 

Route durch das Schrobenhausener Land

Auch im Schrobenhausener Land wurde der Oxenweg, im Anschluss an Route 2, inwert gesetzt. Mithilfe des LEADER-Programms konnte das Teilstück des alten Triebweges beschildert werden. Erhalten Sie hier mehr Informationen.

 

Route durch das Dachauer Land

Im Anschluss an die Route 1 des Oxenwegs im Wittelsbacher Land kann man im Dachauer Land den Oxenweg ebenfalls erleben. Für weitere Informationen klicken Sie hier.