Der Jesuitenweg

Wegbeschreibung:
In Augsburg befinden sich am Startpunkt Parkmöglichkeiten (Kleiner Goldener Saal, Jesuitengasse). Die Route führt über den Augsburger Dom, die Maximiliastraße, Richtung Jakobervorstadt nach St. Jakob. Der Weg verläuft ab hier bis Friedberg identisch mit dem Jakobsweg. Er geht an der Maria-Alber-Kapelle vorbei, hinauf in die Friedberger Altstadt, am barocken Rathaus vorbei und weiter Richtung Bahnstrecke, wo sich eine weitere Startmöglichkeit am Bahnhof bietet.

Danach geht es über das Kirchlein St. Stephan nach Ottmaring, vorbei am Paardurchbruch, an der Paar entlang, bis in den Wachtwiesen eine Holzbrücke die Möglichkeit bietet, die Paar zu überqueren. Dann geht es nach Gut Mergenthau zum eigentlichen Ziel hinauf. Der Weg führt über Alt-Kissing bis zum Bahnhof in Neu-Kissing weiter.


Der Jesuitenorden und Gut Mergenthau

Die Gesellschaft Jesu wurde 1534 von einem Freundeskreis um Ignatius von Loyola gegründet. Der Orden wurde 1773 verboten und 1814 wieder zugelassen. Das Wort „Jesuiten“ war ursprünglich ein Spottname, ist aber später vom Orden selber übernommen worden. Symbol des Ordens ist das Monogramm IHS (die ersten beiden und der letzte Buchstabe des Namens Jesu in griechischer Schrift). Motto des Ordens ist: Alles zur größeren Ehre Gottes. Kern der Spiritualität des Ordens sind die Exerzitien von Loyola. Der Orden hat ca. 20 000 Mitglieder, die in 125 Ländern tätig sind.

Das heutige Schlossgut Mergenthau hatte eine Burg als Vorgängerin, die in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts zum Schutze der nahe Augsburg gelegenen welfischen Besitzungen errichtet worden ist. Im 12. Jahrhundert kam der Besitz an den damaligen Bischof von Augsburg, der Mergenthau an das Hochstift Augsburg übergab.
Mitte des 17. Jahrhunderts gelangte das Gut auf dem Tauschweg in den Besitz der Augsburger Jesuiten. 1713 begann der Neubau des barocken Jesuitenschlosses. Gleichzeitig ist das Schlösschen in Kissing als Sitz des Richters der Hofmark entstanden. Nach der Auflösung des Jesuitenordens kam das Anwesen 1773 an die Fromme Stiftung in Augsburg, die es 1776 an den katholischen Studienfond weitergab. Nach 1808 wurden die Gebäude versteigert und sind bis heute in Privatbesitz.

In Friedberg haben die Jesuiten 1587 eine Niederlassung gegründet. Kissing ist 1643 in den Besitz des Augsburger Jesuitenkollegs gekommen. Schon 1602 hatten die Jesuiten hier Liegenschaften. Auch die Burgstallkapelle bei Kissing geht auf eine frühmittelalterliche Anlage zurück, die von den Jesuiten errichtet worden ist.

Der bayerische Hiasl (der deutsche Robin Hood), dem in Mergenthau die gleichnamige Erlebniswelt gewidmet ist, war in seiner Jugend Jagdhelfer der Jesuiten.


Länge:
25 km mit Startpunkt Jesuitengasse Ausburg (Gehzeit ca. 6 Stunden)
14,5 km mit Startpunkt Bahnhof Friedberg (Gehzeit ca. 3, 5 Stunden)


Einkehrmöglichkeitenw (u.a.):
Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten in Augsburg, Friedberg & Kissing;
auf der Wegstrecke auch:
Landhaus Sigl, Rederzhausen
Gaststätte Waldhorn, Ottmaring
Gasthaus Jägerwirt, Ottmaring
Paarstüberl, Ottmaring
Reiterstüberl Mergenthau


Sehenswertes:
Altstadt von Friedberg mit Rathaus, Wittelsbacher Schloss, Wallfahrtskirche "Herrgottsruh" und St. Stephan
Ottmaring: St. Michael und Paardurchbruch
Rederzhausen: St. Thomas
Kissing: Erlebniswelt Bayerischer Hiasl auf Gut Mergenthau und Schlossgut Mergenthau, Burgstallkapelle, "Peterskirchlein" und St. Stephan in Kissing

 

Wanderwegepate:
Gartenbauverein Kissing: Wilfried Gilch
info@wittelsbacherland.de

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der jesuitenweg informationsstelle ottmaring

 

 

  

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