Gemeinde Schmiechen

 tl_files/Daten/landkreis_gemeinden/gemeindenuebersicht/gemeinde-schmiechen-teaser.jpg

1. Bürgermeister Josef Wecker
Schulstr. 4
86511 Schmiechen


Tel. 08206/6484
Fax 08233/3801-28
E-Mail buergermeister@schmiechen.de
Internet www.schmiechen.de


Die Gemeinde, die heute etwa 1150 Einwohner zählt, feierte im Jahr 2004 ihr 1200-jähriges Bestehen. Neben einer Mehrzweckhalle für die Ortsvereine und Kindergarten profitiert die Gemeinde von ihrer günstigen Lage an der Bahnlinie Augsburg-Weilheim. Nach Osten und Westen ist der 13,49 km² große Ort mit der Kreisstraße Mering-Unterbergen-Landsberg bzw. der Staatsstraße 2052 Merching-Landsberg verbunden. Schmiechen mit seinem Ortsteil Unterbergen gehört der Verwaltungsgemeinschaft Mering an.


Geschichte von Schmiechen

Schmiechen wurde im Jahre 804 in der Zeit des Freisingschen Bischofs Otto (784 – 810) erstmals in den Urkunden des Hochstifts Freising erwähnt. Der damalige Name von Schmiechen war Smeoha, er dürfte abgeleitet sein aus Smeohum und Sminha und bedeutet soviel wie schleichendes, tiefgründiges Wasser. Im Jahre 804 schenkte ein gewisser Hettilo ein Eigengut Smeoha an die Bischöfliche Kirche zu Freising. Auf Einspruch der Diözese Augsburg, die mit der Schenkung nicht einverstanden war, wurde auf dem großen Gerichtstag in Emmering am 11. Januar 828 die Schenkung rückgängig gemacht. 1078 schenkte König Heinrich IV. unter anderem das Burghutgut Schmiechen den Grafen von Dießen-Andechs. Bischof Otto II. von Bamberg aus dem Hause der Grafen von Dießen-Andechs übergab 1182 aus seinem Erbgut Schmiechen dem Hauskloster der Grafen zu Dießen. Mit ihren Hauptbesitzungen zu Schmiechen belehnten die Grafen zu Dießen-Andechs ein Ministerialen-Geschlecht, welches später den Namen des Ortes übernahm. So wurde Schmiechen allmählich zu einer Hofmark. Elsbeth von Schmiechen vermählte sich um 1436 mit Georg dem Gumppenberger. Durch diese Heirat kamen die Gumppenberger in den Besitz der Herrschaft von Schmiechen. Um das Jahr 1500 kaufte Herzog Georg der Reiche zu Landshut von den Gumppenbergern die Hofmarke Schmiechen. Als nach seinem Tod der Streit um sein hinterlassenes Land und Gut unter den oberbayerischen Herzögen entbrannte, schaltete sich Kaiser Maximilian als Friedensrichter ein. Als Entschädigung dafür nahm er sich 1507 Schloß und Dorf. So kam Schmiechen in das Obereigentum Österreichs. Weitere Besitzwechsel über die Grafen Fugger bis hin zu den Freiherren vonThünefeld folgten im Laufe der Jahrhunderte, bis aus der Hofmark Schmiechen 1848 schließlich eine selbständige Gemeinde mit eigener Verwaltung wurde. Auf Antrag der Gemeinde wurde Schmiechen 1915 dem Landkreis Friedberg angeschlossen. Ein Kleinod der Gemeinde ist die Wallfahrtskirche Maria Kappl.

Zurück