Gemeinde Schiltberg

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1. Bürgermeister Josef Schreier
Obere Ortsstr. 13
86576 Schiltberg
 


Tel. 08259/331
Fax 08259/1756
E-Mail info@schiltberg.de
Internet www.schiltberg.de


Landschaftlicher Reiz und freundliche Siedlungen, ein wohltuender Wechsel von Talebene und Hügel, von natürlichem Flusslauf und sattgrünem Wald, von Feldern und Wiesen beeindrucken Besucher der Gemeinde Schiltberg, die ca. 10 km östlich der Kreisstadt Aichach gelegen ist. Ihr idyllisches Weilachtal wurde 1988 in den Rang eines Landschaftsschutzgebietes erhoben. Die einmündenden Seitentäler mit ihren klaren Bächen und das Holzland stehen ihm an solcher Attraktivität kaum nach.

Heute beherbergt die Gemeinde auf einem Gebiet von 29,82 km² etwa 1.800 Einwohner. Seit 1987 besteht mit der oberösterreichischen Marktgemeinde Schwertberg eine offizielle Partnerschaft. Alle Gemeindeteile entfalten ein reges Vereins- und Gemeinschaftsleben. Unter Gleichgesinnten finden die Mitglieder vielfältige Betätigungsmöglichkeiten, Geselligkeit und Erlebnisqualität. Gäste aus nah und fern feiern ihre Feste mit. Der Hofberg-Freilichttheater-Verein Schiltberg erlangte seit 1953 durch seine historischen und klassischen Schauspiele überregionale Bekanntheit. Volkstanzgruppen des Trachtenvereins Metzenried begeistern in weitem Umkreis bei vielen Auftritten. Zwei Vereine bieten die Möglichkeit zu sportlicher Betätigung: Beim TSV Schiltberg erfreuen sich die Sparten Fußball, Tennis, Stockschießen und Gymnastik eines regen Zuspruchs, beim Wanderverein Ruppertszell sind jedes Jahr am internationalen Volkmarsch Tausende beteiligt. Aus der Vielzahl weiterer Vereinigungen dürfen noch sechs Schützenvereine und vier Feuerwehren hervorgehoben werden. Für den täglichen Bedarf stehen zwei Bankfilialen, Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittelgeschäft und Gastwirtschaften zur Verfügung. Ein Arzt sowie Handwerksbetriebe aller Fachrichtungen ergänzen das Angebot. Einen kirchlichen Kindergarten sowie eine Grundschule können die Jüngsten Schiltbergs vor Ort besuchen, die Hauptschüler werden in der Verbandsschule Kühbach unterrichtet. Die moderne Mehrzweckhalle bietet Raum für Veranstaltungen vielschichtiger Art.
Schiltberg bildet zusammen mit dem Markt Kühbach eine Verwaltungsgemeinschaft.


Die Geschichte Schiltbergs

Lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung siedelten hier Menschen. Neolithische und bronzezeitliche Keramikscherben vom Hofberg in Schiltberg beweisen die Existenz vorgeschichtlicher Höhensiedlungen. In Schiltbergs Südwesten haben die Menschen der Urnenfelderzeit ebenfalls eindeutige Visitenkarten in Form von Tongefäßen und Bronzegusskuchen hinterlassen. In die Hallstattzeit datieren die Hügelgräber im Schiltberger Forst. An die Bajuwaren erinnert ein eisernes Kurzschwert aus dem heutigen Bsuchweg. Auf dem Budelberg bei Holzhausen errichteten die Bewohner der umliegenden Dörfer in der Zeit der Ungarneinfälle eine Fluchtburg. Burgstall, Wälle und Gräben blieben als Geländereste. Historischer Höhepunkt aber ist die Burg auf dem Hofberg (um 1000 bis ca. 1450). Hier residierten die einflussreichen Marschalken von Schiltberg. Ihrem Siegel sind die drei Rauten des Gemeindewappens entnommen. Die Marschalken waren zwischen 1224 und 1284 militärische Anführer und Hof-"Beamte" der Wittelsbacher Pfalzgrafen und Herzöge. Sogar die Hochgerichtsbarkeit stand in ihrer Macht (Flurname Galgenberg). Auch nach dem Aussterben der Marschalken behielt Schiltberg seine Bedeutung als Verwaltungssitz. Einem späteren Rapperzeller Hofmarksbesitzer verdanken wir den einzigen in der Gemeinde erhaltenen Schlossbau (um 1700). Er zählt seit 1998 als Jagdschlößchen Rapperzell zu den Sehenswürdigkeiten der Sisi-Tour und ist - wie die Raderwanderwege im gesamten Gemeindebereich - in das touristische Konzept im Wittelsbacher Land einbezogen. Der Gemeinde Schiltberg schlossen sich im Zuge der Gebietsreform (1972) die bis dahin selbständige Ortsteile Aufhausen, Allenberg, Ruppertszell und Rapperzell an.

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